KOMMENTAR von Guido Sawatzki
CHAMENEI IST WEG – IST JETZT TRUMP DRAN?
Trump zeigt sich erfreut, dass mit Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei jetzt einer der bösartigsten Staatsführer getötet worden sei. Bei dem Wort „bösartig“ könnte einem aber noch jemand anders einfallen: Donald Trump nämlich – und folgerichtig ließe sich fragen: Wann ist er „dran“?
Auf eine solche Frage könnten solche Leuten kommen, die Donald Trump als üblen Narzissten sehen, als moralisch verkommenes Subjekt und korrupten Autokraten im Präsidentengewand, welcher eigene Macht und persönlichen Reichtum über alles stellt, dem andere Menschen nichts bedeuten, er vielmehr all diejenigen verfolgt, die nicht seiner Ansicht sind … sogar deren Tod in Kauf nimmt; einer, der Gewalt gegen Andersdenkende predigt, der, ohne mit der Wimper zu zucken, Kriege und Konflikte anzettelt, um von seinen eigenen Verbrechen – Stichwort „Epstein“ unter anderem – abzulenken … UND last but not least einer, der voraussichtlich keine Wahl mehr anerkennen wird, bei der er nicht als Sieger hervorgeht.
Ja, dass Trump jetzt „wegmuss“ – auf diese Idee könnten Leute kommen, die solch ein Bild von ihm haben … von diesem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.
Fehlt noch etwas in dieser Auflistung?
Richtig – der Beweis für die genannten, spontan in den Raum geworfenen Behauptungen steht noch aus … das fehlende Puzzleteil sozusagen, um (endlich) sagen zu können: Quod erat demonstrandum. … Beweise? Nein – ich muss sie enttäuschen, all jene perfekten Soziale-Medien-Konsumenten, die oftmals, ohne groß hinzuschauen geschweige denn nachzudenken, ihren „Senf“ zu allem abgeben.
Denn wir alle wissen doch,
was „Sache“ ist, kennen das Gefühl für Unrecht … ganz tief drinnen. Noch ist nicht alles „wegsozialisiert“ worden … uns abtrainiert worden, um in der Welt, die ach so makellos sein will, bestehen zu können. Ein Rest von Menschsein ist in jedem von uns … darunter ein kleiner Rest dessen, was wir ursprünglich unter Freiheit und Würde des Menschen verstanden haben.
Allein dafür ist es wichtig –
und lohnt es sich –, weiterzuleben … und weiter zu kämpfen.