Rezensionen
Karl Lost: Im Schatten. Mir hat dieses Buch besonders gut gefallen. Das Thema ist brisant und hochaktuell. Sehr schön geschrieben und ausgefeilt. Überhaupt gefällt mir Guido Sawatzki’s Sprache ausgesprochen gut. Er schreibt hinter- und tiefsinnig. Ich freue mich auf weitere Bücher und Kurzgeschichten. Weiter so!
Das wünscht sich Elke N.
Erschütternd, verblüffend, berührend – „Karl Lost: Verstolpert“, ein echter Psychohit des Neuautors Guido Sawatzki.
Desdemona W.
Erschütternd, verblüffend, berührend – der „Karl Lost: Verstolpert“, ein echter Psychohit des Neuautors Guido Sawatzki. Mit einer unnachahmlichen Sensibilität nähert er sich diesem dramatischen Vater-Tochter-Konflikt an, ohne reißerisch oder gar verletzend den Finger in offene Wunden zu legen. Als wirklich tollen Kunstgriff empfinde ich den „Schlagabtausch“ von Karl mit seinem Freund und Anwalt und wie die beiden sich im Zwiegespräch gegenseitig die Bälle zuspielen und trotz der bedrückenden Ereignisse im Leben von Karl auf einer zutiefst menschlichen Ebene miteinander verkehren. Äußerst amüsant zu lesen auch die erotischen Einsprengsel, die doch die Ernsthaftigkeit hinter den „Leichen im Keller“ etwas mildern. Am meisten überrascht hat mich die raffinierte Art, wie es dem Autor gelingt, den Spannungsbogen bis zum Schluss dieses Familiendramas zu halten – und natürlich den Schluss selber. Der Autor schreibt trotz der Komplexität der psychischen Verwicklungen gut verständlich und nimmt so in den hintergründigen Dialogen den Leser quasi an die Hand. Dieser steht, denke ich, so wie ich selber vielmehr vor der Schwierigkeit, das Buch aus der Hand zu legen, bevor er es nicht fertiggelesen hat.
Desdemona W.
Karl Lost ist 46 Jahre alt. Er ist Journalist. Doch das ist eigentlich nur zweitrangig, denn was ihn antreibt oder eher ausbremst, ist nicht sein Beruf, sondern es ist das, was er wie einen Mühlstein wohl schon seit seiner Kindheit mit sich herumschleppt, dem er sich aber nur in Ansätzen zu nähern, nicht aber zu stellen vermag. Wenn da nicht sein Anwalt wäre, der ihn vor über 20 Jahren schon einmal „heraus geboxt“ hat, stände es wohl schlimm um Karl
Karl weiß, wie gut ihm die Gespräche mit dem Anwalt tun, dass er in ihm weit mehr als nur einen Anwalt, sondern einen Freund hat. Dennoch kann er ihm nicht alles offenbaren, nicht bis ins Letzte. In einem Urlaub auf der Insel Thassos, den er gemeinsam mit seiner Frau Isabel verbringen will, nehmen Karls Probleme endgültig Fahrt auf und bringen ihn zu später (zu später?) Einsicht.
Der Besitzer des Hotels, in dem Karl und Isabel abgestiegen sind, wird eines Morgens in unmittelbarer Nähe vom Hotelzimmer der beiden tot aufgefunden. Karl ahnt, dass seine Tochter Stephanie, zu der er seit vielen Jahren keinen Kontakt hat, hinter diesem Tod steckt. Und vielleicht ist das nicht der einzige Tod, um den es hier geht. Die Geschichte des Karl Lost alias Nils Boysen erschließt sich dem Leser nicht ohne weiteres. Will heißen, sie fordert ihn ein ganzes Stück weit gewaltig. Wäre da nicht Dr. Heinz Sauter, der Anwalt, eingeführt als das ICH, neben der Figur des KARL, bliebe manch durchaus gutwilliger Leser vielleicht bald auf der Strecke. So aber baut sich auch an unwegsamen Gedankenwegen des Karl Lost immer wieder Spannung auf und lässt neben Verwunderung vor allem Neugier aufkommen, wohin das Ganze wohl letztlich treiben mag. Ein Buch, dem ich gerade deshalb meine besondere Leseempfehlung ausspreche.
Astrid Leuthof „Büchercouch“.
Kein Buch für Schnellleser, keine leichte Unterhaltungslektüre.
Ein Werk, welches die Vielfalt und Abgründe der (menschlichen) Seele ergründet, nicht beschönigt und trotzdem den Lesern reichlich Raum für eigene Gedanken und Interpretationen lässt.
Kriminalistische Spannung kommt nicht zu kurz und zusätzlich mit einer Prise Erotik trifft man auf das allzu Menschliche.
Fazit: Äußerst empfehlenswert.
Nelli W.
In Karl Lost: Im Schatten kollidiert der oft gefühlskalte, ambitionierte Journalist Karl Lost mit den Herausforderungen seines beruflichen und privaten Umfelds in Heilbronn. Die erbitterte Rivalität mit Fotograf Arne Fährmann – zusätzlich verkompliziert durch Arnes Ex-Frau Britta, die nun Karls Lebensgefährtin ist – erreicht einen gefährlichen Höhepunkt. Kommissar Erich Pfeiffer muss nicht nur Karl und Arne schützen, sondern gleichzeitig den Fall eines jungen Flüchtlings aus Mali lösen. Pfeiffers neue, ambitionierte Kollegin Kathi bringt weitere Konflikte, da ihre idealistischen Ansichten auf seine pragmatische Vorgehensweise treffen.
Natalie Collins
Als die Kanzlerin sich in die Haare der Ministerin verbiss. Ein gelungenes Buch, vergnüglich zu lesen. Wer bayrische Mentalität kennt und ein wenig mit diesem Dialekt vertraut ist, hat doppeltes Lesevergnügen.
Nelli W.
In Karl Lost: Im Schatten kollidiert der oft gefühlskalte, ambitionierte Journalist Karl Lost mit den Herausforderungen seines beruflichen und privaten Umfelds in Heilbronn. Die erbitterte Rivalität mit Fotograf Arne Fährmann – zusätzlich verkompliziert durch Arnes Ex-Frau Britta, die nun Karls Lebensgefährtin ist – erreicht einen gefährlichen Höhepunkt. Kommissar Erich Pfeiffer muss nicht nur Karl und Arne schützen, sondern gleichzeitig den Fall eines jungen Flüchtlings aus Mali lösen. Pfeiffers neue, ambitionierte Kollegin Kathi bringt weitere Konflikte, da ihre idealistischen Ansichten auf seine pragmatische Vorgehensweise treffen.
Natalie Collins
Sowas muss einem erst einmal einfallen: Einer Kanzlerin eine Dogge zur Seite zu stellen, die beiden zu chippen, die dann infolge einer Verwechselung die Eigenschaften des jeweils anderen annehmen. Da kichern ja nicht nur die Hühner. Eine wirklich groteske Situation, die der Autor mit tollen, auch mundartlichen, bayerischen Dialogen untermalt. Amüsant finde ich auch den politischen Hintergrund: Die Kanzlerin wird zurückgerufen, weil ihr Nachfolger in einer Pandemie versagt. Köstlich die Intrigen, die da im Hintergrund gesponnen werden. Auch kein ausgewiesener Freund „der“ Kanzlerin wird seine helle Freude an den Geschehnissen um sie herum haben, denn das Ganze ist wirklich intelligent gemacht.
Radana S.
Ein paar Mal ging ich an dem Stand vorbei, hab mir die Bücher auch angesehen, aber konnte mich irgendwie nicht entscheiden. Dann habe ich Guido Sawatzki bei der Lesung gesehen. Leider bekam ich nur mehr die Schlussminuten mit. Aber in den paar Sätzen, die ich gehört habe, war so viel Sarkasmus und Ironie, dass ich gleich nochmal dem Stand einen Besuch abstattete. Und ich habe es nicht bereut
Nun mein Fazit: Dieses Buch beinhaltet eine kleine Sammlung von Kurzgeschichten. Also habe ich einfach zwischendrin immer mal wieder eine davon gelesen. Ach, ich liebs einfach. Natürlich gefällt einem bei solchen Sammlungen die eine Geschichte mehr, die andere weniger, aber es war keine dabei, die ich gar nicht mochte.
Es ist ein ganz eigener Schreibstil und man muss des öfteren zwischen den Zeilen lesen. Der Sarkasmus und die Ironie kommt auch nicht zu kurz.
Ich hatte manches Mal ein Lächeln oder gar einen Lacher, ich hatte Gänsehaut und Gruseln. Freude und Spannung war auch dabei.
Was will man mehr von so einem kleinen Büchlein?
Für diese unterhaltsamen Lesestunden gebe ich gerne eine Leseempfehlung und von mir gibt es dafür 5 Sterne.
Bloggerin Ursula InaMaka
Sawarzkis Geschichten zeichnen sich durch die große Originalität seines Schreibens und durch einen Höhepunkt aus, der sich in den tragischen Epilogen der verschiedenen Geschichten verwirklicht. Die Idee, unabhängige Texte zu schreiben, erweist sich als sehr interessant, denn sie erlaubt es dem Leser, sich auf die Geschichten zu konzentrieren, die er bevorzugt, und die chronologischen Grenzen der klassischen Erzählung zu verlassen.
Einer der Aspekte, die ich am meisten geschätzt habe, ist der geschickte Einsatz von Ironie bei der Wahl des Begriffs „AnekToten“, der mit dem Wort „Anekdoten“ und dem Substantiv „tot“ spielt und die dunkle Seite dieser Sammlung vorwegnimmt. Jede Geschichte ist von einem oder mehreren Todesfällen geprägt und hilft uns zu verstehen, wie der Tod und die Idee des Tötens den Menschen sowohl erschrecken als auch faszinieren können.
Kurzum, Sawatzkis Buch ist die richtige Mischung aus Makabrem und Spannendem, und ich kann nur empfehlen, es zu lesen und sich überraschen zu lassen.
Mariangela Di Grado
Karl Lost: Verstolpert.
Ein Werk, welches die Vielfalt und Abgründe der (menschlichen) Seele ergründet, nicht beschönigt und trotzdem den Lesern reichlich Raum für eigene Gedanken und Interpretationen lässt.
Nelli W.