von Guido Sawatzki
TRUMP UND DAS SCHWEIGEN SEINER LÄMMER
Wer mit „TRUMP“ gemeint ist … ist eigentlich klar. Obwohl – mittlerweile wird die Aneinanderreihung speziell dieser Buchstaben auch als Synonym gebraucht, um Erscheinungsformen von Bösartigkeit, Geisteskrankheiten und Ähnlichem zu benennen. …
Und die „Lämmer“? Sorry – das sind wir … Sie als auch ich. Dass diese Bildüberschrift an den Roman „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert, möchte ich – des Selbstschutzes wegen – als puren Zufall bezeichnen. Im Buch wird die Protagonistin Clarice Starling von einem Kindheitstrauma und entsprechenden Albträumen heimgesucht: vom Blöken der zu schlachtenden Lämmer. Am Romanende findet sich die attraktive Clarice schließlich davon befreit – dank der Hilfe des Kannibalen Hannibal Lecter.
Was zum Teufel aber bewegt mich, hier (in)direkt Menschfleischfresser Hannibal mit Donald in einen (Koch-)Topf zu werfen? Nun – erstens halte ich beide für einzigartig. Zweitens haben beide das Verlangen nach Blut. Während ich Hannibals Vorgehen eher für barbarisch halte, sehe ich Donalds Vorgehen dagegen schon als einen Tick zivilisatorischer an. Gemeinsam ist ihnen, dass an ihren Händen Blut klebt. Nicht von blökenden, unschuldigen Lämmern, dafür von blö(ken)den Menschen.
Im Falle von Donald drängt es mich, hinzuzufügen: verblödeten Menschen. Denn per se – davon ist immer noch auszugehen – sind wir Menschen mit einem Verstand ausgestattet. … Der uns in die Lage versetzt, auch mal laut NEIN zu rufen; dann beispielsweise, wenn wir die Nervenkrise bekommen, weil unser Aktienpäckchen eine Achterbahnfahrt hinlegt, nur weil Donalds Beliebtheitsskala mal wieder Amok läuft.
Dass Donald an Millionen von Toten mitschuldig ist, sei es beispielsweise im Gazastreifen und im Westjordanland oder in der Ukraine – bloß, weil er macht- und geldgeilen Typen wie Netanjahu, Putin & Co. nicht in den Arm fällt, sei nur am Rande erwähnt. Opfer für das Große, Erhabene müssen nun mal gebracht werden … so heißt es zumindest. Und die Ehrfurcht vor Donald lassen wir uns von den autoritätsgläubigen Medien Tag für Tag mehr auf den Leib schreiben. Fröhliche Urständ feiert auch das Sprichwort, „Wo kein Kläger – da kein Richter“. Bis sich der Internationale Gerichtshof in Den Haag eine Klage gegen Donald zurechtgezimmert hat, gibt es dort keine Staatsanwälte – und auch keine Richter – mehr.
Und dass es Donald mit der „schweigenden Mehrheit“ nur allzu wörtlich nimmt – was soll’s? Doch was ist, wenn sie’s nicht tut … schweigen – stattdessen den Gehorsam verweigert? Nun, dann BRINGT er sie halt zum Schweigen. … So, wie man eben mit Lämmern verfährt. …